
Der Sprint - bereits 1893 bei einer Bahn-Radweltmeisterschaften
ausgetragen - dürfte wohl die älteste Bahnrad-Disziplin sein, die
jüngste ist sicherlich das Omnium. Dabei handelt es sich um einen
Mehrkampfwettbewerb; Kurzzeit- und Ausdauerdisziplinen sind darin
vertreten.
Noch bis zur Bahnrad-Weltmeisterschaft 2010 bestand das Omnium aus
fünf Einzeldisziplinen. Da es bei den nächsten Olympischen Spielen
2012 aus sechs Disziplinen bestehen wird und Europameisterschaft,
Weltmeisterschaft, sowie Weltcup der Saisons 2010/11 und 2011/2012
als Qualifikation für die Spiele in London gelten, wird nun auch bei
diesen Veranstaltungen das Ausscheidungsfahren als sechster Omnium
Wettbewerb ausgetragen.
Das aktuelle bei den grossen Veranstaltungen gefahrene Omnium
besteht aus folgenden Einzeldisziplinen:
1) Flying lap (against the clock) - also ein Sprint mit fliegendem
Start, ähnlich der Qualifikation bei den Sprintwettbewerben. Bei den
grossen Veranstaltungen beträgt die Bahnlänge meist 250 Meter, der
Sprint ist also relativ lang.
2) Points race - die Renndistanz beim Punktefahren beträgt bei den
Männern (elite men) 30 km und bei den Frauen (elite women) 20 km.
Eine Punktevergabe findet alle 10 Runden statt. Einzelne
Rundengewinne sind möglich.
3) Elimination - alle zwei Runden scheidet der letzte Fahrer im
Feld aus.
Alle Fahrer sind natürlich gemeinsam in einem Pulk gestartet.
4) Individual pursuit - die Renndistanz beträgt bei der
Einerverfolgung 4000 m bei den Männern und 3000 m bei den Frauen. Es
starten jeweils 2 Teilnehmer - auf den gegenüberliegenden Geraden -
gleichzeitig. Entscheidend für die Punktvergabe ist aber nur die
Fahrzeit und nicht ob ein Lauf gewonnen wird.
5) Scratch race - alle Fahrer starten gemeinsam und für die
Punktevergabe zählt allein die Platzierung im Ziel. Bei den Männern
werden 15 km und bei den Frauen 10 km gefahren.
6) Time trial - das Einzelzeitfahren schliesst den Omnium ab. Bei
den Männern werden Strecken von 1000 m und bei den Frauen von 500 m
gefahren.
Alle Einzeldisziplinen sind für die Gesamtwertung gleichwertig. Es
werden dabei jeweils Punkte entsprechend der Platzierung zugeteilt.
Je weniger Punkte ein Teilnehmer erhält, desto besser seine
Platzierung in der Endabrechnung.
Dazu ein Beispiel: Roger Kluge belegte bei seinem
Europameisterschaftssieg folgende Plätze in den 6 Einzeldisziplinen:
250m Sprint Platz 4, Punktefahren Platz 5, Ausscheidungsfahren Platz
1, Verfolgung Platz 2, Scratch Platz 7 und 1.000 Meter
Einzelzeitfahren Platz 3. Sein Endergebnis waren damit 22 Punkte.
Bei identischen Zeiten werden die Punkte geteilt. Ist die Punktzahl
von einzelnen Teilnehmern an Ende des Omniums gleich, wird die
Gesamtzeit aus 250m Sprint und 1000m/500m Zeitfahren herangezogen.

Annette Edmondson, Laura Trott und Sarah Hammer (WM 2012)
Roger Kluge wird 2010 Europameister im Omnium
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Die bisherigen Weltmeistermeister im Omnium Männer: 2007 Alois Kankovsky (CSZ) 2008 Hayden Godfrey (AUS) 2009 Leigh Howard (AUS) 2010 Ed Clancy (GBR) 2011 Michael Freiberg (AUS) 2012 Glenn O'Shea (AUS) Frauen: 2009 Josephine Tomic (AUS) 2010 Tara Whitten (CAN) 2011 Tara Whitten (CAN) 2012 Laura Trott (GBR) Die bisherigen Europameistermeister im Omnium Männer: 2010 Roger Kluge (GER) 2011 Ed Clancy (GBR) Frauen: 2010 Leire Olaberria (ESP) 2011 Laura Trott (GBR) |
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Disziplinen des Bahnradsports: Team Sprint (Mannschaftssprint) Team Pursuit (Mannschaftsverfolgung) Sprint (Individual Sprint) Omnium (Vielseitigkeit) Keirin (Kampfsprint) 1000m Time Trial (Einzelzeitfahren) Points Race (Punktefahren) Scratch Race (Malfahre) 4000m Individual Pursuit (Einerverfolgung) Madison (Zweier-Mannschaftsfahren) Elimination Race (Ausscheidungsfahren) UCI Hour Record (Stundenweltrekord) Tandem Race (Tandemrennen) Motor-Paced Racing (Steherrennen) |