Die erste Bahnradeuropameisterschaft

Bahnrad-Europameisterschaft 2010

Medaillenspiegel - Fazit

 

Die Fahrer des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) waren mit wenig Medaillenhoffnungen nach Polen gereist. Umso erfreulicher Ihre Bilanz: Im TeamSprint der Männer konnten Robert Förstemann, Maximilian Levy und Stefan Nimke doch recht überlegen die Goldmedaille gewinnen. Insbesondere der Olympiasieger von 1994 Stefan Nimke (siehe Archivbild) konnte in der Schlussrunde überzeugen und den starken Franzosen Kevin Sireau in Schach halten.
Stefan NimkeDer Sieg von Roger Kluge im Omnium kam nicht ganz überraschend. Er hatte in keiner der 6 Disziplinen einen Ausfall (250m Sprint Platz 4, Punktefahren Platz 5, Ausscheidungsfahren Platz 1, Verfolgung Platz 2, Scratch Platz 7 und 1.000 Meter Einzelzeitfahren Platz 3) und konnte recht überlegen gewinnen.
Pech hatten die deutschen Keirinfahrer, sie stürzten beide schwer und Maximilian Levyy brach sich dabei das Schlüsselbein. Der Bahnradvierer (4km Team Pursuit) konnte die Qualifikationsrunde nicht überstehen. Er sorgte immerhin dafür, dass die deutschen "Sportjournalisten" etwas über die Bahnrad-EM schreiben konnten.

Das Frauenteam des BDR konnte zur sehr guten Bilanz auch 3 Medaillen beisteuern. In der Mannschaftsverfolgung (3km Team Pursuit) belegten Lisa Brennauer, Verena Jooss und Madeleine Sandig genauso den dritten Platz, wie Kristina Vogel und Miriam Welte im Teamsprint.

Kristina Vogel erreichte dann noch überraschend das Finale im Sprint, war dort aber gegen die Französin Sandie Clair chancenlos.

Insgesamt war die Überlegenheit der Fahrer aus Grossbritannien nicht so gross wie vor der EM erwartet. Ihr grosser Star Chris Hoy, der 3fache Olympiasieger von Peking, überstand die erste Runde im Sprint nicht. Als Qualifikationsbester (unter 10 Sekunden für die letzten 200 Meter) wähnte er sich in der ersten Runde schon als Sieger, nahm das Tempo raus und wurde von einen unbekannten Iren auf den letzten Metern noch übersprintet.

Die Veranstaltung war - rein aus sportlicher Sicht - recht gut organisiert, zog sich allerdings mit vielen Pausen in die Länge. Das Zuschauerinteresse wurde damit leider nicht geweckt. Auch die Musik - ähnlich wie bei Sechstagerennen - die sogar während der Sprintwettbewerbe lief, konnte wenig helfen. Obwohl an den Vormittagen kein Eintritt verlangt wurde, war die Halle meist nur zur Hälfte gefüllt und dies bei einer Kapazität von nur 1.800 Zuschauern.

 

Medaillenspiegel
  Land Gold Silber Bronze Anzahl
 
1 Grossbritannien 2 2 2 7
2 Frankreich 2 2   4
3 Deutschland 2 1 2 5
4 Russland 1 1   2
4 Weissrussland 1 1   2
6 Spanien 1     1
7 Litauen   2 1 3
8 Niederlande   1 1 2
9 Polen     2 2
10 Ukraine     1 1
10 Tschechische Republik     1 1

 

Im Madison Wettbewerb (Zweier-Mannschaftsfahren) der Männer über 200 Runden (50 km - 10 Sprints) wurden keine Europameisterschaftsmedaillen vergeben. Das Rennen zählt nur als Qualifikation für die Bahnrad-WM.

So.7.11. | Men's Madison
         
Pos Fahrer Team Land Punkte/Runde
1 Blaha, Martin - Hochmann, Jiri CZE CZE 9/0
2 De Ketele, Kenny - Mertens, Tim BEL BEL 19/-1
3 Radionov, Mykhaylo - Lagkuti, Sregiy UKR UKR 1/-1

 

Rennergebnisse: Frauen, Männer

 

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Die Europameisterschaft 2010:


Die Veranstaltung
Medaillengewinner, Frauen
Medaillengewinner, Männer
Fazit und Medaillenspiegel
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