Rene Enders - Ein Portrait

 

Rene Enders wurde 1987 in Zeulenroda/Thüringen geboren. Er ist einer der erfolgreichsten deutschen Bahnradfahrer im Kurzzeit-Bereich. Dabei liegen die besonderen Stärken von ihm in den Disziplinen Keirin und TeamSprint

Schon als Junior gewann er 2005 einen Weltmeistertitel. Zusammen mit Maximilian Levy und Benjamin Wittmann siegte er im TeamSprint. Anschliessend konnte er im U23 Bereich einige gute Platzierungen bei grossen Wettbewerben im TeamSprint, Keirin und Sprint erzielen. Ein ganz wichtiger Titel war allerdings nicht dabei.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking gewann der Bahnradsportler zusammen mit Maximilian Levy und Stefan Nimke die Bronzemedaille im TeamSprint.

Während das Jahr 2010 für Rene Enders nicht besonders erfolgreich verlief, zeigt seine Leistungskurve danach stark nach oben.

2011 wird er in Apeldoorn/Niederlande als Anfahrer des TeamSprint Trios zusammen mit Robert Förstemann und Stefan Nimke Europameister.
In der Qualifikation des TeamSprints beim Weltcup in Cali/Kolumbien fährt er zusammen mit Maximilian Levy und Stefan Nimke in 42.914'' einen neuen Weltrekord. Die drei gewinnen anschliessend auch dem Finallauf und Rene Enders feiert damit seinen ersten Weltcupsieg.

 

 

In gleicher Besetzung wird die deutsche Mannschaft 2011 in Apeldoorn/Niederlande Weltmeister. Sie profitiert dabei allerdings von einer späteren Disqualifikation des französischen Teams. Gregory Bauge wurden wegen eines Dopingvergehens nachträglich für ein Jahr gesperrt.

Das Regenbogentrikot für 2011 wird ihm dann erst beim Weltcuprennen 2012 in London überreicht. Bei diesem Wettbewerb gewinnt er zusammen mit Maximilian Levy und Robert Förstemann nicht nur die Goldmedaille, er sichert sich damit auch den Gesamtweltcup der Saison 2011/2012.

Bei der Weltmeisterschaft 2012 in Melbourne fährt das deutsche Team zwar die zweitschnellste Zeit in der Qualifikation. Es wird aber wegen eines Fehlers bei einem Wechsel, an dem Rene Enders nicht beteiligt ist, relegiert.

Die gleiche Platzierung wie in Peking springt vier Jahre später bei den Olympischen Spielen in London heraus; er gewinnt die Bronzemedaille. Da sich Stefan Nimke kurz vor dem Wettbewerb verletzt, sind Robert Förstemann und Maximilian Levy seine Teamkollegen.

Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Minsk fährt Rene Enders im TeamSprint gewohnt stark an. Zusammen mit Stefan Bötticher und Maiximilian Levy trägt er damit seinen Teil zum Gewinn des Weltmeistertitels für das deutsche Team bei.

Zumindest im nationalen Bereich kann der Radathlet auch im Sprint, aber vor allem im Keirin, Erfolge erzielen. Die eigentliche Stärke des 1,65 Meter grossen Fahrers ist aber der extrem schnelle Antritt aus dem Stand heraus. Dies macht ihn zum idealen Anfahrer einer TeamSprint Mannschaft. Wie gerade bei der Weltmeisterschaft in Melbourne zu sehen war, ist es für den zweiten Fahrer des Teams - bei dem immensen Starttempo welches Rene Enders anschlägt - schon recht schwer an sein Hinterrad zu kommen bzw. den Abstand gering zu halten. Und dies obwohl der Zweite von oben startet und "nur" in den Windschatten kommen muss.

Rene Enders lebt in Erfurt und ist von Beruf Polizeimeister bei der Bundespolizei. Er ist Vereinsmitglied bei RSC Turbine Erfurt und geht bei nationalen Wettbewerben für das Sprintteam Stadtwerke Erfurt an den Start. Seine Hobbys drehen sich alle um Sport.

 

 

 

 

Rene Enders

 

 

 


 

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