Kristina Vogel - Ein Portrait

 

Kristina Vogel wurde 1990 in Leninskoje/Kirgistian geboren. Als Olympiasiegerin und Weltmeisterin ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Bahnradfahrer im Kurzzeit-Bereich. Dabei liegen ihre besonderen Stärken in den Disziplinen Sprint, Keirin und Team Sprint.

Nachdem Kristina Vogel in den Jahren 2007 und 2008 sechs Regenbogentrikots in der Juniorenklasse erringen konnten, musste sie 2009 noch bevor sie in der Elite-Klasse richtig Fuss fassen konnte, einen schweren Schlag hinnehmen.

Bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall brach sie sich u.a. einen Brustwirbel, den Kiefer und vier Handwurzelknochen. Nach vier Wochen im Krankenhaus und drei Monaten in der Reha konnte sie sich durch immense Willenskraft in den Leistungssport zurückkämpfen.

Kurz vor ihrer Verletzung gewann Kristina Vogel im Team Sprint zusammen mit Miriam Welte eine Silbermedaille bei der UCI Bahnrad-Weltmeisterschaft in Kopenhagen.

Im Jahr 2010 konnte sie bei diversen grossen Rennen schon hervorragende Platzierungen erzielen. Ein besonderer Höhepunkt war ihr Sprint-Weltcupsieg in Cali/Kolumbien. Diesen Triumpf konnte sie im Jahr darauf wiederholen und bei dieser Veranstaltung beendete sie zusammen mit Miriam Welte auch ihren ersten Weltcup im Team Sprint auf dem obersten Podestplatz.

 

 

Trotz dieses Erfolgs kommen Kristina Vogel und Miriam Welte nicht als die grossen Favoriten zur Bahnrad-Weltmeisterschaft 2012 nach Melbourne. Insbesondere die Britinnen Jess Varnish und Victoria Pendleton sowie die mehrfachen Weltmeisterinnen Anna Meares und Kaarle McCulloch aus Australien werden höher gehandelt.

In der Qualifikation fahren dann aber die Deutschen mit 32.630'' einen neuen Weltrekord und damit natürlich auch die Bestzeit. Im Endlauf um die Goldmedaille bleiben die Australierinnen unter diesem Weltrekord und verlieren trotzdem gegen Kristina Vogel und Miriam Welte. Beide zeigen immense mentale Stärke und gewinnen den Weltmeistertitel in der unglaublichen neuen Weltrekordzeit von 32.549".

Während es im Sprint bei dieser Weltmeisterschaft für Kristina Vogel nicht ganz so gut läuft, erkämpft sie sich im Keirin eine Bronzemedaille. Dabei wird sie im Endlauf nur ganz knapp von Anna Meares und Ekaterina Gnidenko geschlagen.

Bei den Olympischen Spielen in London (2012) gewinnt Kristina Vogel zusammen mit Miriam Welte die Goldmedaille im Team Sprint. Im Sprint muss sie sich im Lauf um die Bronzemedaille der Chinesin Shuang Guo geschlagen geben.

2013 erringt Kristina Vogel zusammen mit Miriam Welte den Titel im Teamsprint und die Silbermedaille im Sprint. Im Keirin verpasst sie durch einen Sturz einen Platz auf dem Podium.

Kristina Vogel, die auch den Deutschen Rekord über 200 Meter mit fliegendem Start  (10.990") hält, ist von Beruf Polizeimeisteranwärterin der Bundespolizei. Sie lebt in Erfurt und geht bei nationalen Wettbewerben für das Sprintteam Stadtwerke Erfurt an den Start.

Kristina Vogel ist bei vielen Wettbewerben nicht nur an ihrer guten Laune zu erkennen, sondern auch an diversen Verzierung ihres Bahnrads oder ihrer Kleidung in der Farbe Pink.

 

 

 

Kristina Vogel

Kristina Vogel

 

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Kristina Vogel

 


 

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